Sozialisation
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Obwohl dem Hund als Rudeltier Verhaltensmuster angeboren sind, muss er doch in einer begrenzten Phase Umweltreize erfahren, um ein normales Sozialverhalten zu entwickeln. Soziale Gesten, wie Drohgebärden oder Signale der Unterwerfung sind dem Hund angeboren. Das Erkennen solcher Gesten bei anderen und eine entsprechende Reaktion darauf muss er aber erst lernen. Dieser Lernprozess ist ein prägungsähnlicher Vorgang, der mit der 12. Lebenswoche beendet ist. Alle Lebewesen, denen der Welpe in dieser Zeit begegnet, werden als Artgenossen oder befreundete Spezies eingeordnet. Genauso verhält es sich mit Gegenständen und Umweltreizen. Alles, was er in dieser Zeit kennen lernt, wird als ungefährlich eingestuft. Was er jetzt nicht kennen gelernt hat, wird bei späterer Konfrontation zunächst Angst auslösen. In der Folgezeit, bis zur 18. Woche, wird das Erlernte im Spiel mit anderen Welpen und erwachsenen Rudelmitgliedern weiter geübt und gefestigt. Der Welpe lernt, eine gut funktionierende Beißhemmung aufzubauen. Da die Welpen jedoch bereits vorher aus dem Familienverband herausgenommen werden, müssen die neuen Besitzer mit der Erziehung dort fortfahren, wo die Mutter aufgehört hat. Der Hund sollte in dieser Zeit möglichst oft Gelegenheit zu Sozialkontakten mit Artgenossen bekommen. Der Besuch einer Welpengruppe ist daher empfehlenswert. |

